Mitgliederversammlung mit Neuwahl

Vorstandschaft der Gartenbauvereins für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Kürzlich fand die Mitgliederversammlung des Gartenbauvereins Bruckberg statt. Dabei standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Peter Allram folgte zunächst dessen Bericht über die Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr. Daraus hob er u. a. das Anlegen der Blumenwiese im Ortsteil Edlkofen hervor, die in der Bevölkerung ungemein positives Echo gefunden hat. Das war auch mit der Grund, warum zum anschließenden Vortrag ein kompetenter Fachmann eingeladen wurde. Den Ausführungen Allrams folgte der Bericht des Kassiers Peter Hobmeier. Aus dessen Bericht war zu entnehmen, dass der Gartenbauverein auf sehr soliden finanziellen Beinen steht. Da die Kassenprüferin Elisabeth Seewaldt nicht persönlich erscheinen konnte, wurde ihre Stellungnahme verlesen, in der Elisabeth Seewaldt eine ordnungsgemäße, vorbildliche Kassenführung bestätigte. Die Entlastung der Vorstandschaft und die anschließende turnusgemäße Neuwahl der Vorstandschaft war somit auch nur noch reine Formsache, da sämtliche Vorstandsmitglieder im Vorfeld schon signalisiert hatten, dass sie wieder kandidieren würden. Die Mitgliederversammlung wählte unter der Führung von Wahlleiter Rupert Wimmer die komplette Vorstandschaft wieder einstimmig. Die Vorstandschaft des Gartenbauvereins Bruckberg besteht somit wie bisher aus dem 1. Vorsitzenden Peter Allram, 2. Vorsitzenden Thorsten Nüse, Kassier Peter Hobmeier und Schriftführer Franz Kraus. Als Beisitzer wurden gewählt: Josef Maily, Alfred Brunschneider, Wolfgang Pohl und Otto Englhart. Peter Allram bedankte sich im Namen der gesamten Vorstandschaft für das Vertrauen der Mitglieder und versprach weiterhin im Sinne der Mitglieder weiterzuarbeiten. Eine etwas lebhaftere Diskussion entfachte sich hinterher als das Thema Vereinsausflüge angesprochen wurde. Von der Vorstandschaft wurde beklagt, dass sich für die Zweitagesfahren immer weniger Teilnehmer melden und es somit immer schwieriger wird, solche Ausflüge durchzuführen.

Nach Abschluss des offiziellen Teils begrüßte Peter Allram den Referenten des Abends, Johannes Selmannsberger, Naturschützer und Imker aus Vilsheim. Das Thema: „Der heimische Garten als Bienenparadies,  wurde von der Vorstandschaft bewusst gewählt zum einen wegen dem besorgniserregenden Rückgang der Insekten und zum anderen wegen dem eingangs erwähnten großen Interesse an der Blumenwiese in Edlkofen. Zunächst ging der Referent darauf ein, was jeder einzelne für das Überleben der für die Pflanzenbestäubung so wichtigen Fluginsekten tun kann. Als abschreckende Beispiele zeigte er Hausgärten und Landschaften, die so aufgeräumt sind, dass für Tiere keinerlei Lebensraum bleibt. Dabei kann man mit verblüffend einfachen Mittel ohne jeglichen finanziellen Aufwand Unterschlupf und Nistplätze für zahlreiche Wildbienen und sonstige Pflanzenbestäuber schaffen. Nahrungsgrundlage für die Insekten sind natürlich die Blüten zahlreicher Pflanzen. Selmannsberger machte deutlich, dass in unseren Kulturlandschaften nach dem Verblühen der Rapspflanzen für die Bienen eine ganze Weile kaum noch Nahrung übrig ist und die Imker teilweise gezwungen sind, die Honigbienen im Juni zu füttern, um ihr Weiterleben zu sichern. Und hier setzt die Aufgabe jedes Einzelnen ein: Ein vielfältiges Pflanzenangebot zu schaffen, das es den Insekten ein gesundes Weiterleben ermöglicht. Diese werden es uns damit danken, dass die Bäume und Pflanzen später reiche Früchte tragen, mit denen sich wiederum der Mensch ernähren und an den reichhaltigen Blüten und Früchten erfreuen kann.  Hiermit war er bei dem Thema, das die Versammlungsteilnehmer an diesem Abend besonders interessierte. Welche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind auch besonders nachhaltig. Selmannsberger vertrat die Meinung, dass die vom Gartenbauverein angelegte Blumenwiese in Edlkofen zwar wunderschön ist aber nur bedingt als Bienenweide geeignet ist. Sie erfordert zudem, dass sie zumindest nach jedem zweiten Jahr neu angelegt wird, da die Mischung überwiegend einjährige Pflanzen enthält. Nachhaltiger bei gleicher Arbeit bei der Anlage einer Wiese sind Samenmischungen heimischer Gräser und Blüten, die jedes Jahr neu blühen und sich selbst aussamen. Samenmischungen diverser regionaler Züchter führen dabei zu guten Erfolgen. Die Firmen wurden vom Referenten genannt, bzw. können bei der Vorstandschaft des Gartenbauvereins erfragt werden. Nach seinem Vortrag beantwortete der Referent noch zahlreiche Fragen und konnte noch wertvolle Tipps weiter geben.

Zum Abschluss des Abends gab der 1. Vorsitzende noch bekannt, dass es die Möglichkeit gibt, Sammelbestellungen durchzuführen. So können sich Interessenten, die die Blütenmischung der Edlkofener Wiese bestellen möchten, beim Schriftführer Franz Kraus, Tel. 0160-7658148 und diejenigen, die sich für die mehrjährige Mischung entscheiden bei Peter Allram, Tel. 08765/920068 melden. Außerdem kommt am Samstag, 09.Dez. 17 wieder Kamptalwinzer Franz Wutzl nach Bruckberg. Wer Wein bestellen will, soll sich umgehend bei Peter Hobmeier melden.